Boskovice
Boskovice ist eine Stadt in der Tschechischen Republik, die ein Mitglied der Europäischen Union ist. Boskovice liegt im nördlichen Teil des südmährischen Kreises, nicht weit von Brünn, der zweitgrössten Stadt der Tschechischen Republik, in einer wunderschönen Gegend, der Boskovicer Furche am Fusse des Drahaner Berglandes in 380 m ü.M. In Boskovice und den angeschlossenen Gemeinden leben ca.11 500 Einwohner.
Die Geschichte der Stadt Boskovice
Boskovice wurde das erste Mal im Jahre 1222 erwähnt, in einer Urkunde, die von Přemysl Otakar I. herausgegeben wurde. Die Burg, deren Ruine über die Stadt ragt, wurde zwischen dem 13. und 14. Jh. Gebaut. Ungefähr zu dieser Zeit kam es auch zur Gründung des Städtchens. Die Herren von Boskovice besassen die Boskovicer Herrschaft bis fast in die Mitte des 16. Jhs., mit nur einer Unterbrechung von einem halben Jahrhundert. Die Boskovicer Herren gehörten zu den bedeutendsten mährischen Adelsgeschlechtern und nahmen bedeutende Landes - und Kirchenämter ein. 1567 wurden die Morkovský von Zástřizl zu den Besitzern der Stadt, ein Adelsgeschlecht mit bedeutenden europäischen Kulturkontakten. Jaroš und sein Sohn Václav hinterliessen prunkvolle Renaissance-Grabmäler in der Pfarrkirche des Heiligen Jakob. Die letzten von diesem Geschlecht, Jan Bohuš mit seiner Frau Kateřina Liborie Pruskovská von Zástřizl gründeten in Boskovice Ende des 17. Jhs ein Dominikaner Kloster (im 19. Jh. wurde es zum Dietrichstein Schloss umgebaut). Boskovice ging an die Dietrichsteins durch eine Heirat - Walter Xaver von Dietrichstein heitratete die Witwe Kateřina Liborie. Mitte des 19. Jhs. kam Boskovice wieder durch Heirat an das Geschlecht Mensdorff-Pouilly. 1787 wurde das Städtchen zur Stadt erhoben.
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